Bei mir sein

Ich finde es echt schwierig. Ich empfinde es als eine der größten Herausforderungen und doch ein das größte Wachstumspotenzial. Alles, was ich brauche, ist, bei mir sein.

Hard shit.

Ich merke, wenn ich nicht bei mir bin, bin ich von anderen abhängig. Bin ich unsicher, hilflos, ängstlich, gehetzt. Dann möchte ich, dass andere für mich da sind, mir Sicherheit geben, erreichbar sind; dann bin ich ein gehetztes Tier im Käfig und voller Unsicherheit und Angst.

Wenn ich bei mir bin, bin ich ruhig, zentriert, aufmerksam, fokussiert, glücklich, strahlend, entspannt, offen. Dann kann ich anderen in die Augen schauen, sehe, was ist, sehe was sein kann. Dann kann ich in Kontakt gehen.

Nun, zu mir kommen ist aber gar nicht einfach. Viele Jahre meiner Kindheit haben mich trainiert nach außen zu schauen und Angst zu haben.

Bewusst zu sagen, „Ich lasse das los“, ist hart. All diese Hilflosigkeit, Verzweiflung kommt hoch, die ich damals erlebt habe. Und dann bewusst zu sagen, ich nehme das Schlimmste, was daraus folgen könnte, hin. Ich komme zu mir. Das ist wirklich wie sterben.
(-> siehe letzter Beitrag)

Und vielleicht ist das auch ein Luxus, den ich mir erst jetzt leisten kann. Den ich mir in meiner Kindheit nicht leisten konnte, das Gegenüber mit mir und meiner Klarheit, Aufrichtigkeit und Straightheit zu konfrontieren und ggf. zum Ausrasten zu bringen. Ich war Kind und abhängig. Und mir war klar, dass für mein Überleben nicht unbedingt gesorgt sein wird. Menschen sterben auf diesem Planeten, Menschen leiden. Und das will ich nicht mit einer higher spirituality und „dass alles eine Sinn habe“ glatt bügeln. Das einzige, was ich tun kann, ist darüber trauern und hinnehmen, dass ich es nicht ändern kann. Und tun, was ich tun kann.

Jetzt bin ich jedenfalls Erwachsen. Ich werde in diesem Monat 28. Ich habe alles, was ich brauche, um für mich zu sorgen, in mir.

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