heilen vs. stuck

Folgender Gedankengang entfaltete sich gestern:

Was ist Heilung? Wie kann ich heilen? Wie kann Heilung stattfinden?
Körperliche Heilung, wenn ich eine Schramme habe, macht der Körper es von allein. Ich tue nichts. Aber wie kann ich meinem Körper nicht im Weg stehen, wenn es um psychische Heilung geht?
Es ist ein solcher Moment, wenn ich derartig stuck (verklemmt, festgefahren) bin, dass ich keine Ahnung habe, was ich tun soll. Wo alles nicht funktioniert. Wenn ich mich derartig genervt als psychisches Wrack ansehe, dass ich das Ganze doch eigentlich lassen kann.

Und dann, dann hatte ich einen so simplen Gedanken. Ich weiß nicht, wie ich es wiedergeben kann, wenn dir plötzlich etwas einfällt und es macht Sinn. Es ist einfach da: Heilung ist Gnade, eine Gnade, die ich mir selbst zuteil werden lasse.

 

Das Wort Gnade passt, weil Heilung etwas ist, was „außerhalb“ von meinem „Willen“ liegt. Ich kann nichts tun, um zu heilen. Ich kann die Heilung unterstützen (unbedingt!). Aber die Heilung selbst, geschieht von selbst. Ich kann meinem Körper nicht sagen, er soll die Schramme schließen, ich kann meinem Herzen nicht sagen, heile!

Ich habe so oft „Was soll ich tun“ in meinem Kopf, demanding, mindfucking, dass ich ein ziemlicher controll freak bin. „Einfach sein lassen“, ist jetzt nicht so meine leichteste Aufgabe. Und genau darin liegt er Punkt: wenn ich mir auf Heilung einlasse, zulasse, wenn ich mich auf sie einstimme, sie mir vorstellen kann, sie annehme, geschieht sie. Ich erlaube mir selbst, dass mir Heilung zuteil werden kann.

27.07.14

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