Es gibt kein „zu egoistisch“,

es gibt nur ein „nicht egoistisch genug“.

Egoistisch wird genannt, wenn ich mich nur nach meinem eigenen Vorteil und Bedürfnissen verhalte und andere mir dabei gleichgültig sind.
Jemand, der so handelt, hat Angst, nicht genug zu bekommen. Deswegen braucht er immer mehr und nutzt andere gegebenenfalls aus.
Und wenn ich Angst habe, habe ich gar keinen Raum für Mitgefühl zu anderen.

Wenn ich jetzt wirklich egoistisch werde, handle ich nur nach meinen Bedürfnissen und so, dass es mir gut tut. Wenn ich wirklich egoistisch bin, kann ich mich darauf verlassen, dass ich für meine Bedürfnisse Sorge trage und sie befriedige. Wenn ich mich darauf verlassen kann, habe ich keine Angst mehr.
Und wenn ich keine Angst mehr habe, bin ich plötzlich ganz von alleine offen für die Bedürfnisse der Personen, die ich liebe.

Wenn ich also merke, dass ich meine Bedürfnisse auf Kosten eines anderen Menschen versuche zu befriedigen, sollte ich inne halten und überlegen, was ich überhaupt will. Und dann kann ich mir Alternativen überlegen oder überhaupt erstmal fruchtbar mit der anderen Person reden ohne Zwang anzuwenden, weil ich nun einen gewissen Abstand habe zu dem, was in mir vorgeht.

Es gibt kein zu egoistisch, aber nur ein nicht egoistisch genug.

Erstellt am: 28.10.2013

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